Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erwartet nach den Worten ihres Präsidenten Prof. Hoffmann eine stetige Zunahme von Alterstrauma-Patienten bis zum Jahr 2050. Schon jetzt sei jeder vierte Schwerverletzte über 70 Jahre alt, während es in den 1990-iger Jahren nur jeder Zwölfte war. Die Zahl der Oberschenkelhalsbrüche allein hat in den letzten 15 Jahren um 20 % zugenommen! Die Fraktur am Hüftgelenk ist bei über 85-jährigen Frauen der häufigste Grund für Klinikeinweisungen. 50 % dieser Patienten kommen anschließend nicht mehr in ihr häusliches Umfeld zurück! Internationale Studien an älteren Patienten mit Knochenbrüchen zeigen, dass die Behandlung in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Team zu wesentlich besseren Ergebnissen führt, so der diesjährige DKOU Kongress-Präsident Prof. Gebhart (Unfallchirurg).

 

Es sind mittlerweile 50 Alterstraumazentren zertifiziert, 150 haben sich zur Zertifizierung mit "ortho-geriatrischem Behandlungsteam" angemeldet. Alle "AltersTraumaZentren DGU" verpflichten sich außerdem zur Teilnahme am AltersTraumaRegister DGU, einer Datenbank, mit der Orthopäden und Unfallchirurgen qualitätsrelevante Daten zur Versorgung von betagten Patienten sammeln.

 

Die Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Sektor ist in aller Munde, so aktuell im Deutschen Ärzteblatt (Heft 41/14. Oktober 2016) im Interview mit dem KBV-Vorsitzenden Andreas Gassen und dem Präsidenten der deutschen Krankenhausgesellschaft Thomas Reumann. Eine Verbesserung der Versorungsqualität durch ein sektorübergreifendes Case-Management lindert vermeidbares Leid und spart unnötige Kosten.

 

 

Ein wichtiger Baustein zur lückenlosen osteologischen Versorgung könnte unser interdisziplinäres Osteoporose-Netzwerk Klinik-Praxis werden.

 

Die Domain lautet: www.bdo-wl.de

 

Die BdOWL-Homepage ist als neue Kommunikationsplattform für unsere Patienten, Kliniken und andere Interessierte offen.

 

Die Ärzte kooperierender Kliniken erhalten die bereits fertiggestellten BdO-Patienten-Karte in Scheckkarten-Größe, um sie den Patienten mit dem Hinweis einer notwendigen, ergänzenden, osteologischen Diagnostik und Therapie zu überreichen. Mithilfe dieser Karte ist es den Patienten sehr leicht möglich, im Internet die regionalen Osteologen aufzufinden und Kontakt aufzunehmen.